Freitag, 3. Juli 2009

Stopover Australia


Wenn man schon mal hier unten ist, kann man ja gleich auch noch beim „großen Bruder“ vorbeischauen: deshalb ging es nach meinem Abschied aus Palmy für 10 Tage nach Australien. Mein erstes Ziel war Brisbane, um Alex zu besuchen und diverse Koalas und Kängurus im Australia Zoo zu bestaunen. Dann ging es nach Byron Bay, einem kleinen Hippie-Surfer-Städtchen, wo mir allerdings alles ein bisschen zu hippie- und surfermäßig war. Sydney war wirklich traumhaft – endlich mal wieder eine ordentliche Stadt mit ein bisschen Geschichte! Gerade der Hafen und die vielen kleinen Märkte hatten es mir dabei angetan. Zum Abschluß gab es noch ein bisschen Natur mit einem Tagesausflug in den Royal NP und zwei Tagen in den Blue Mountains, welche westlich von Sydney liegen. Letzere waren wirklich beeindruckend - ein bisschen wie ein Mix zwischen Grand Canyon und Sächsischer Schweiz.

Alles in allem ein schöner Trip. Doch trotzdem: mit Neuseeland kann Australien bei weitem nicht mithalten :)

It's time to say good-bye...

Man soll gehen wenn es am schönsten ist. Genau das habe ich gemacht und gerade deswegen fällt es mir wahrscheinlich auch ganz besonders schwer, meinen Rucksack zu packen und mich wieder auf den Weg auf die andere Seite der Erdkugel zu machen.



Das erste Semester war zum Eingewöhnen: Trampingerfahrungen sammeln, das erste Erdbeben erleben und jede Menge Hot Chocolate in Atawhai Flat 6 trinken. Dann kam der geniale Sommer: erst vier Wochen Nordinsel um dort diverse Strände zu entdecken, Auto-Abschlepp-Abenteuer zu erleben und die „wie kommen wir ins Zelt ohne von den 2000 Mücken verfolgt zu werden“-Technik zu optimieren. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Palmy ging es für acht Wochen auf die Südinsel mit Weihnachten am Strand, vielen einmaligen Wanderungen und so mancher Narbe und jeder Menge blauer Flecken (ich renne gerne gegen Äste...). Was dann im zweiten Semester folgte, hat Ester mal ganz treffend wie folgt beschrieben:

Montag & Dienstag: Bilder aussortieren / Blog schreiben / Muskelkater auskurieren
Mitwoch & Donnerstag: ständiger Blick auf die Wettervorhersage / „Wo geht es diesmal hin?“
Freitag: Rucksack packen
Samstag & Sonntag: Berge besteigen / Hotpools geniessen / Sternenhimmel bestaunen / etc.

Unsere wöchentlichen Abenteuer werden mir fehlen...

Die Zeit verging wie im Fluge und Neuseeland ist für mich eine zweite Heimat geworden. Ich kann noch nicht wirklich fassen, dass ich dieses wunderbare Land, die traumhaften Landschaften und vieler meiner Freunde für längere Zeit nicht mehr sehen werde. Mein Abenteuer Neuseeland ist nun zu Ende und doch weiß ich ganz genau: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein...

NZ Society for Oncology - Konferenz

Nach der letzten schriftlichen Prüfung meiner gesamten Unilaufbahn (yay!) bin ich an den beiden darauf folgenden Tagen mit Will und Amanda aus meinem Labor zur NZ Oncology Conference, wobei wir da vom IMBS gesponsort wurden. Es gab jede Menge interessante Vorträge zum Thema Krebs und Krebstherapie; überwiegend von Forschern aus Neuseeland, aber auch einer aus Oxford war da. Zudem konnte Will auch noch sein Poster präsentieren.



Das war eine wirklich einmalige Erfahrung und hat definitiv Lust auf mehr gemacht! Besonders toll war auch das Dinner am ersten Abend, welches auf der Bühne des Regent Theatre (nicht ganz Semperoper-Format, aber auch ein schönes Theater...) statt gefunden hat: so gut hab ich lange nicht mehr gegessen....

Longview Hut Track

In 2 Tagen Prüfung? Kein Grund auf den üblichen Wochenendtrip zu verzichten... Deshalb ging es mit Ester, Saskia und Martin an einem Sonntag Mitte Juni zur Longview Hut in die östlichen Ruahines. Ein wirklich schöner letzter Kiwi-Trip mit jeder Menge meines geliebten Tussocks und unzähligen Regenbögen.

Freitag, 12. Juni 2009

Climbing Mt. Ngauruhoe



Das tolle Sonnen-Winterwetter sollte auch noch bis zum nächsten Wochenende anhalten, so dass Saskia, Martin und ich gleich noch einmal hoch gefahren sind. Samstagabend ging es bei Sternenhimmel zur Mangatepopo Hut – Mt. Ngauruhoe und Tongariro sehen im Vollmondlicht einfach fabelhaft aus! Zu später Stunde kamen dann noch vier Kerle vorbei, die es sich in den Kopf gesetzt hatten, Mt. Ngauruhoe in der Nacht zu besteigen und dann dort auf den Sonnenaufgang zu warten. Das klang zwar irgendwie romantisch, aber die Aussicht auf eine warme Nacht im Schlafsack fand ich dann doch etwas verlockender...

Am nächsten Morgen war dann zeitiges Aufstehen angesagt, was sich aber absolut lohnen sollte. Wenn sich die ersten Sonnenstrahlen über die Berge kämpfen und die ganze Schneelandschaft in der Morgensonne glitzert – ein Traum! Am Sattel angekommen, war es dann an der Zeit die Steigeisen anzuschnallen und den Eispickel rauszuholen. Im Vergleich zu Ruapehu vor 5 Wochen waren die Steigeisen diesmal wirklich mehr als nötig. Damals hatten wir besten Puderschnee, so dass man ohne Probleme den Berg hoch kam. Mt. Ngauruhoe jedoch war um einiges steiler – und komplett vereist. Da wollte man sich dann doch nicht wirklich drüber Gedanken machen, was passieren würde, wenn man denn doch mal doof ausrutschen würde... :) Doch der fantastische Blick über den schneebedeckten Tongariro bis hinter zum Lake Taupo machte alle Mühen wett. Beim Aufstieg kamen uns dann auch die Kerle von gestern entgegen – wesentlich schweigsamer als am Abend zuvor, aber anscheinend haben diverse Pinguintänze und Wettrennen um den Krater dazu beigetragen, dass ihre Zehen während der langen kalten Nachtstunden nicht komplett eingefroren sind... ;)

Auch wenn ich immer dachte, viel besser können meine Trips nicht mehr werden: das war mit Abstand mein eindrucksvollster und schönster Climb!

Queens Birthday Weekend

Nach mehreren Wochen mit dem typischen Palmy-Ekel-Regen-Winterwetter, bei dem man von Woche zu Woche immer hibbeliger wird, weil man an den Wochenenden nichts richtiges unternehmen kann und man ganz meschugge wird vor lauter drinne sitzen, waren wir alle mehr als reif, mal wieder aus Palmy rauszukommen. Also wurden am Queens-Birthday-Weekend fix die Sachen gepackt und auf ging es in den Norden zur MUAC-Hütte.

Aus den geplanten Touren am Ruapehu sollte dann aber doch nichts werden, da wir aufgrund eines Schneesturmes die Hütte am nächsten Morgen verlassen mussten. Die Alternative wäre gewesen, weitere drei Tage auszuharren, bis die Straße nach Ohakune wieder offen sein würde... Der obere Teil der Straße war schon mehr als vereist, so dass die Autos von einem Truck „runter gelassen“ werden mussten, damit wir nicht in den nächsten Graben rutschen würden. Ein gewisser Ösi hatte seinen Spaß dabei: „Fast wie Ski fahren!“ Was gibt es aber bei einer solchen Kälte besseres, als sich in ein paar Hot Pools wieder aufzuwärmen? In der Nähe von Taupo haben wir es uns dann deshalb im wohlig warmen Wasser gemütlich gemacht.





Am nächsten Tag hatte sich der Schneesturm verzogen und so konnten wir doch noch einen Ausflug in den Nationalpark wagen. Während Erich und Steve sich bei einem locker entspannten 21km Trainingslauf auf ihr baldiges Hill Race vorbereiteten, zog ich mit den anderen zu den Soda Springs, die am Beginn des Tongariro Crossings liegen. Frischer Puderschnee und strahlender Sonnenschein haben zu der einen oder anderen wilden Schneeschlacht geführt. Genial!

Mittwoch, 20. Mai 2009

Goodbye Goofy


Nach über 10 Monaten, die wir durch dick und dünn gegangen sind, mussten wir nun leider von einander Abschied nehmen: Goodbye Goofy!

Nach anfänglichen Schwierigkeiten kurz nach der Adoption (Natürlich geht der Alarm mit voller Lautstärke direkt vorm Eingang von Pak'n'Save los....) und bockigen Phasen in der Pubertät („Three girls get schlepped up at the same time... - By a trucker!“) hatten wir eine wunderbare Zeit miteinander, haben zahlreiche Abenteuer erlebt („That's not an earthquake. – That's just a sheep cuddling with Goofy...“ ;) ) und viele tolle Gegenden Neuseeland's erkundet.

Beim Schlaglöcher-Parcour auf Schotterstraßen jubeln, wenn er doch nur zwei Mal aufgesessen hat (Wer kommt eigentlich auf die Idee einen 4WD tiefer zu legen?!?). Nachts irgendwo zu parken und im Auto liegend den Mud Pools beim Blubbern zuhören oder die Sterne am Himmel zählen.

Goofy my boy, I'll miss you!