Da es bis zum Egmont NP doch ein bisschen weit ist, ging es schon Freitag nachmittag (nach dem letzten Seminar für dieses Semester) los in Richtung Norden. So konnten wir uns noch mit einem kleinen Strandspaziergang am Beach in Patea auf unserer langes Wochenende einstimmen.
Der Circuit selber beginnt in North Egmont, führt steil hinauf zum Tahurangi Peak und verläuft dann auf halber Höhe des Mt. Taranaki entlang bis er wieder hinunter geht zur Holly Hut, wo wir ne kleine Lunchbreak gemacht haben. Während der erste Teil des Tages schön sonnig war, hatte es dann angefangen aus allen Wolken zu schütten, so dass wir auf dem Weg über den Ahukawakawa Sumpf zur Pouakai Hut nicht wirklich viel von der Umgebung sahen. Aber zum Glück war eine Truppe aus Tschechien schon etwas eher in der Hütte und hatte ein schönes Feuer gemacht, so dass wir nach unserer Ankunft in der Hütte gar nicht erst mit Frieren anfangen konnten. Den ganzen Abend und bis zum Einschlafen wollte es nicht wirklich aufhören mit Regnen und so langsam haben wir dann wirklich Angst bekommen, dass „I've seen the mountain“ doch nur ein Witz bleiben sollte.
Doch allen Befürchtungen zum Trotz sollten wir am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang besten Blick auf „the mountain“ aka Mt. Taranaki haben. Bei Traumwetter ging es dann also in Richtung Henry Peak – links mit Blick aufs Meer und rechts mit Blick auf den Berg. Schöner kann eine Tour wirklich nicht sein! Vom Henry Peak führte dann der Weg langsam aber sicher nach unten – und die vier Stunden stetig bergab machten sich am Montag schmerzhaft bemerkbar – jeder Schritt eine Treppe runter tat weh wie Hölle. Aber diese phantastische Wanderung macht auf jeden Fall jegliche Schmerzen wett... Am zweiten Tag gab es auch jede Menge Flussquerungen, die wir zum Glück alle ohne nasse Füsse machen konntenüberstanden haben. Ganz im Gegensatz zu vor zwei Wochen, als ich mit Julia in den Ruahines unterwegs war und ein Bächlein über Nacht so stark angeschwollen ist, dass uns nichts anderes übrig blieb, als mitten durchs fast knietiefe Wasser zu laufen. Aber inzwischen hat man sich dran gewöhnt, dass es in NZ eher die Ausnahme ist, mit trockenen Füßen ans Ziel zu kommen... :)
Hier in Palmerston ist gerade Study Break und nächste Woche fangen die Exams an. Die erste Prüfung steht bei mir aber schon diesen Donnerstag auf dem Plan; mal schauen wie ich mich da beim Interpretative Exam anstelle. Nebenbei muss ich aber auch noch meine Hausarbeit endlich mal zum Ende bringen. Dann hab ich noch Exams in Genetic Analysis am 1.11. und in MolCellBiology am 11.11. und am 15. 11. muss ich auch schon aus meinem Zimmer ausgezogen sein. Das ist hier sowieso ganz komisch – über den Sommer werden alle Wohnheime bis auf eins geschlossen. Aber mir soll das egal sein, denn in den drei Sommermonaten werden mein Auto, das Zelt und die Hütten Neuseelands mein Zuhause sein.
Der Sommer-Ferien-Countdown läuft also...!
Liebe Grüße an euch alle,
Julchen
2 Kommentare:
Wie Zelt, Auto...zuhause? Drei Monate zelten? Klingt nach Abenteuer! Schön, dass bei dir Sommer ist...hier ists voll kalt...bin nur am Frieren! Wünsche Dir weiterhin viel Spaß da unten..ach und jetzt müsste es bei dir schon morgens sein...also "Guten Morgen!" Liebe Grüße aus dem kalten Nordspanien!
ah hab was falsches angeklickt..Grüße natürlich von ehemals Zimmer 115 ;)
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