Mittwoch, 17. September 2008

Wellington

Nach den ganzen Ausflügen in die „Wildnis“ (und geben wir es doch zu: das ist ja der eigentliche Sinn und Zweck einer Neuseelandreise...) ging es letztes Wochenende auch mal in die Hauptstadt – nach Wellington! Und irgendwie hab ich mich ein bisschen in diese Stadt verliebt: das Flair ist einfach nur unbeschreiblich! Eine quirlige moderne Stadt, die aber trotz allem noch ihr eigenes Ding bewahrt hat.



Da Barbara und Dörthe von ihrem Wohnheim aus so eine Art Wettkampf in Wellington hatten, konnte ich mit den Leuten mitfahren und bin dann den Samstag allein durch die Stadt gebummelt.
Hab die vollkommen gegensätzlichen Gegenden von Lombart Quay und Cuba Street erkundet, hab die warme Mittagssonne am Hafen genossen und dabei Segelboote beobachtet und bin dann noch auf den Mt. Victoria gekraxelt, von dem man einen kompletten Rundumblick über die Stadt und die tausenden umliegenden Buchten hatte. Abends ging es dann mit den anderen in einen Irish Pub. Da war dann das Tri Nations-Finale im Rugby der All Blacks (NZ) gegen die Wallabies (AUS) erstmal Pflicht. Für mich sieht der Lieblingssport der Kiwis immer noch so ein bisschen aus wie American Football, auch wenn von den Kiwis diesbezügliche Ähnlichkeiten vehement abgestritten werden. Aber egal: Für großgewordene Jungs, die sich noch immer gerne an frühere Schulhofprügeleien erinnern, geht bei dem Sport wohl ein Traum in Erfüllung... Besonderen Spaß macht es dabei, sich den Haka, einen traditionellen Kriegstanz, vor Beginn eines jeden Spiels anzuschauen . Nach dem Spiel spielte dann noch eine echt gute Liveband, so dass wir das erste Mal seit langem wieder ordentlich feiern konnten.

Nach einer eher kurzen Nacht war dann erstmal ein bisschen Kultur angesagt: Te Papa! Das ist das recht berühmte Nationalmuseum von Neuseeland, welches nicht umsonst so gerühmt wird. Hier kann man quasi alles bestaunen, was irgendwie mit den beiden Inseln zu tun hat. Angefangen von Flora und Fauna, über die Maori-Kultur bis hin zu Erdbeben&Vulkanen. Wahnsinnig interessant und an einem Tag absolut nicht zu schaffen. Nach gemütlichem Sonnen-Hafen-Lunch ging es noch mal quer durch die Stadt zum berühmten Cable Car. Das ist im Prinzip eine ähnliche Standseilbahn wie die in Dresden, nur eben in rot. Von der Gipfelstation hatte man den typischen Wellington-Postkartenblick, den wohl jeder kennt. Bei genialem Frühlingswetter ging es dann durch den Botanischen Garten vorbei an blühenden Bäumen zurück zum Bus.



Noch eine kleine Anmerkung zum Midsemester-Break-Post: Das kuschelnde Schaf war doch keins. Geschwankt hat unser Auto nämlich doch wegen eines Erdbebens - der Stärke 5,9 :)

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