Vor fast schon 2 Wochen ging es also los zum Tongariro Nationalpark. Dort trafen wir uns mit Barbara und ihrem Freund und wollten eigentlich den 4-Tages Northern Circuit rund um Mt. Ngauruhoe machen. Der Hoehepunkt dieser Wanderung durch das Vulkangebiet ist das beruehmte Tongariro Crossing, wo man einen tollen Blick auf die leuchtend blauen Emerals Lakes hat. Das war eigentlich fuer den zweiten Tag geplant, da aber die Wettervorhersagen da alles andere als gut waren, haben wir das Crossing gleich noch am ersten Nachmittag gemacht. Dank 4 Wochen Faulsein waehrend der Pruefungszeit und akutem Schlafmangel von der Pack-und-Abschied-Nacht vorher kam ich die Haenge voll Vulkangestein nur schleppend rauf, aber die Ausblicke waren trotzdem fabelhaft! Am zweiten Tag ging es dann von der Ketetahi Hut zur Waihohonu Hut. Es regnte wie aus Eimern und bei den Sturmboeen von bis zu 90kmh hatte man manchmal Schwierigkeiten stehen zu bleiben. Auch hier wieder eine einmalige Landschaft, ein bisschen wuestenartig kann man sie fast nennen. Wer "Herr der Ringe" gesehen hat: Das war der Drehort fuer Modor. Am dritten und letzten Tag wanderten wir dann durch die Ebene zwischen den schneebedeckten Bergen Mt. Tongariro und Mt.Ruapehu. Die Weite der Landschaft hat mich wirklich beeindruckt. Vielleicht kann ich bei Gelegenheit mal ein Foto davon hochladen.
Am naechsten Tag hiess es Abschied nehmen von Ajit, Barbara und Lukas, die gen Palmy bzw. Suedinsel weiter fuhren. Fuer uns ging es nach Whakatane in der Bay of Plenty. Die naechsten Tage sollten wir mit Wanderungen und faulen Nachmittagen an den Straenden der Bay of Plenty verbringen. Obwohl wir ja nach den Pruefungen ja noch eine Weile Pause in Palmy hatten, waren wir doch noch ziemlich fertig und brauchten einfach etwas Entspannung. Da viele Leute vom Hot Water Beach geschwaermt haben, sind wir dann auch dahin. Dort konnte man sich bei Ebbe ein Loch in den Strand buddeln, welches sich dann mit heissem Wasser gefuellt hat. Da wir etwas spaet dran waren hatten wir selber kein Budelglueck mehr, konnten aber auf die "Gastfreundschaft" anderer Touris zaehlen. Unser Touri-Tag ging dann weiter mit einem Ausflug zum Cathedral Cove. Eigentlich ganz schoen - uns waren da aber mit Abstand viel zu viele Leute. Deswegen haben wir uns schon drauf gefreut ganz in den einsamen Norden der Coromandel Peninsula zu fahren. Nach einer Stunde auf der Schotterstrasse weigerte sich mein Auto allerdings von einem Moment auf den anderen weiterzufahren. Es gab absolut keinen Ton mehr von sich, so dass uns nichts anderes uebrig blieb als den AA (= NZ ADAC) anzurufen. Gluecklicherweise kam dann auch einer, der uns dann die ganzen 2 Stunden Weg bis CoromandelTown abgeschleppt hat. Eigentlich war das eine ganz lustige Fahrt, bei der die ganzen Lieder unserer Kindheit nochmal aus der hintersten Ecke des Gedaechtnisses gekramt wurden und lauthals zum besten gegeben wurden. Der Abschleppfahrer muss sich auch seinen Teil gedacht haben... Als wir dann am naechsten Morgen zur Werstatt sind und sie meinten, sie waeren schon 2 Wochen im Voraus ausgebucht haben wir schon schwarz gesehen. Allerdings hatte einer der Mechaniker wohl etwas Mitleid mit uns drei Maedels und so konnten wir (nach Austausch eines ominoeserhafter Weise durchgebrannten Kabels) nittags doch noch zum Coromandel Coastal Walkway starten.
Dieser Track fuehrt direkt an der Kueste von der Fletcher Bay zur Stony Bay. Wunderbar einsamer Track mit phantastischen Ausblicken. Nach einer regnerischen und stuermischen Nacht ging es dann am naechsten Tag den gleichen Weg bei schoenstem Sonnenschein zurueck. Vorgestern und gestern waren wir dann auf dem Kauaeranga-Kauri Trail unterwegs. In diesem Gebiet wurden frueher die gesamten Kauri-Baeume gerodet, jetzt allerdings sieht man davon dank Neuanpflanzungen kaum noch etwas. Hoehepunkt des ganzen war dann noch der Sidetrip zu den Pinnacles, die den hoechsten Punkt dieser Gegend bilden. Waeren die allgegenwaertigen Farne nicht gewesen, haette man fast denken koennen, man waere in der Saechsischen Schweiz...
Jetzt bin ich mit Julia erstmal bis Sonntag in Auckland, bevor dann die zur Zeit auf Rangitoto Island verweilende Doerthe wieder zu uns stoesst und es weiter in Richtung Bay of Islands und Northland geht.
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