Donnerstag, 26. März 2009

Busy, busy, busy...

Seit der Rückkehr nach Palmy ist bei mir volles Programm: Unter der Woche bin ich fleißig im Labor und arbeite an meinem Projekt und an den Wochenenden war ich bisher immer irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs. Immer viel los, kaum zu Hause – aber ich genieße es in vollen Zügen :)


Weekend #1: Cuba Street Carnival in Wellington



Mit einem Kumpel und seinen Mitbewohnern ging es in die Hauptstadt, wo ein riesiges Straßenfestival mit Bands, Künstlern und vielerlei anderem Kram statt fand. Unter anderem haben wir uns das Wellington International Ukulele Orchestra angeschaut, die die Menge wirklich zum Kochen gebracht haben. Schaut mal hier.


Weekend #2: Mangatainoko Hot Pools

Was macht man an einem Wochenende, an welchem für die gesamte Nordinsel Regen angesagt ist? Man fährt in Richtung Norden zum Kaweka Forest Park, überquert einen (fast) reißenden Fluß mit einem Jeep und wandert 2h im strömenden Regen zu einem Hotpool, wo man es sich dann bei Wein, Bier und anderen geheimnisvollen Sachen im wohlig warmen Wasser gut gehen lässt.


Weekend #3: Holdsworth Circuit

Schon lange im Hinterkopf und nun auch endlich in die Tat umgesetzt: der Holdsworth Circuit in den südlichen Tararuas. Am Samstag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit Blick über den ganzen Forest Park hoch zur Powell Hut. Dort hatte man nachts das Gefühl, dass es die Hütte gleich wegwehen würde, so windig war es da oben. Am nächsten Tag ging es dann auf die Tops, wo der Wind nicht wirklich weniger wurde und man durchaus Schwierigkeiten haben konnte, nicht ständig zur Seite „geweht“ zu werden. Aber der Teil des durch die Wolken laufens war nach 2,5h schon wieder vorbei und man hatte wieder tolle Blicke mit so manchem Regenbogen.



Weekend #4: Climbing at Whanganui Bay

Nach einer feucht-fröhlichen Cocktail-Party ging dann am Samstag morgen mehr oder weniger munter in Richtung Lake Taupo, wo es an der Whanganui Bay ein recht gutes Klettergebiet gibt. Nach meinen nicht ganz so erfolgreichen Klettereinlagen in den Port Hills bei Christchuch wollte ich mich hier noch mal aufs neue am Fels probieren – was auch ganz gut geklappt hat. Die Ausblicke von oben waren jedenfalls wirklich phantastisch!



Weekend #5: Tararua Southern Crossing

Einer der Klassiker im Tararua Forest Park ist das Southern Crossing, bei welchem man die Tararuas von Kaitike nach Otaki Forks in Ost-West Richtung überquert. Eine ziemliche Strecke, bei der man nach Möglichkeit gutes Wetter haben will: schließlich soll man angeblich sogar Blick bis auf die Südinsel haben. So richtig perfekt schaute es nun nicht aus, aber da das Wetter zum Winter hin nicht wirklich besser wird und auch schon bald keine Sommerzeit mehr ist, haben wir es nun endlich durchgezogen. Samstag morgen um 5:30 Uhr hieß es also aufstehen, um mit Steve, Erich und Joost den östlichen Teil entlang des Merchant Ridge in Angriff zu nehmen. Eine Wanderung durch Wald, bis man Wurzeln und knorrige Bäume nicht mehr sehen konnte, aber den einen oder anderen guten Ausblick auf die Umgebung gab es trotzdem. Wir kamen noch rechtzeitig vor dem Regen an der Alpha Hut an, aber Marco und Melanie, die aus der anderen Richtung kamen, hatten nicht ganz so viel Glück. Sie waren insgesamt 11h in Wolken unterwegs und haben uns da schon so ein bisschen Angst eingejagt. Deswegen war der Start für den nächsten Morgen auch schon für 7:30 Uhr angesetzt. Die ersten 4h bis zur Kime Hut ging es ebenfalls durch dichte Wolken – mit viel Wind, Regen und Schlamm bis zum Umfallen (im wahrsten Sinne des Wortes...). Ich war komplett fertig und durchgefroren als irgendwann die Hütte aus dem Grau auftauchte, so dass ich einfach nur heilfroh war, dass ich mir diverse Klamotten von den anderen ausborgen konnte und langsam wieder auftauen konnte. Für den Rest des Tramps sind die Wolken dann verschwunden und das hat dann für alles davor mehr als entschädigt: man hatte Blick bis zum Meer und konnte dort sogar Kapiti Island sehen. Dank dem ordentlichen Tempo, welches die Jungs vorgelegt haben, waren wir dann sogar schon nach 8,5h am Parkplatz angelangt. Und dann hieß es: Morgen ist endlich wieder Montag - morgen darf ich endlich mal wieder ausschlafen...



Dieses Wochenende werde ich zur Abwechslung wohl mal zu Hause bleiben und mir den Luxus gönnen, am Montag im Labor nicht komisch angeschaut zu werden, weil ich entweder ständig am Beine stretchen bin oder kaum meine Zellen füttern kann, da mir die Pipette fast aus der Hand fällt...

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